"Meine Motivation für das Engagement innerhalb der Initiative W.I.R. ist es Jugendlichen eine Perspektive in ihrer Heimat aufzuzeigen und darüber hinaus die, die vom „rechten Weg abgekommen“ sind, eine zweite Chance zu geben. Insbesondere am Herzen liegen mir hier Einzelschicksale, wo Jugendliche aufgrund ihres privaten Umfeldes nie eine echte Chance hatten. Das Förderzentrum in Barchfeld ist eine Institution, die solche Jugendliche auffängt und versucht sie bestmöglich auf das Berufsleben vorzubereiten. Ich war überrascht zu sehen, mit welchen geringen Mitteln dort eine gezielte, individuelle und praxisorientierte Förderung erfolgt und vor allem hatte ich nicht mit so einem herzlichen Empfang gerechnet. Vielen dieser Jugendlichen fehlt es insbesondere am Selbstwertgefühl u. a. resultierend aus der fehlenden Wertschätzung innerhalb unserer Gesellschaft. Wenn man sich jedoch die Zeit nimmt und deren Vertrauen gewinnt, öffnen sie sich und geben ihre Interessen und Talente preis. Das ist genau der Anknüpfungspunkt für gemeinsame Aktionen und Aktivitäten, auf deren Grundlage ihr Selbstwertgefühl steigt und im Einzelfall auch ein Grundstein für den späteren Berufseinstieg gefunden werden kann."
 

Salvatore Musso

Initiativkreissprecher W.I.R, Geschäftsführer Oerlikon Metco WOKA GmbH Barchfeld

Verantwortungspartner –
Unternehmen in Thüringen stärken

Projektbeschreibung


Die kleinen und mittelständigen Unternehmen in Thüringen sind gut aufgestellt, doch auch sie befinden sich im bundesweiten und internationalen Wettbewerb. Die unterschiedlichen Anforderungen zwischen Kundenerwartungen an ökologisches Handeln, Auswahl an Fachkräften, faire Löhne der Mitarbeiter, Standorttreue, Innovationen und auf der anderen Seite dem bestehenden Preisdruck nach unten, der vor allem durch niedrige Produktionskosten hergestellt werden kann, ist für die Unternehmen ein steter Balanceakt.

Die Rahmenbedingungen des Standortes sind für die Unternehmen entscheidend aber auch das Image und die Wahrnehmung der Unternehmen bei Kunden, potenziellen Fachkräften, Auszubildenden und in der Gesellschaft.

Der Mangel an Auszubildenden und Fachkräften kann ein Unternehmen in der Entwicklung ausbremsen. Die Demografische Entwicklung in Thüringen wird vor allem in den ländlichen Gebieten für Engpässe sorgen. Viele ländlich geprägte Regionen in Thüringen leiden unter der Abwanderung vor allem junger Menschen. Den Regionen geht so wertvolles wirtschaftliches und gesellschaftliches Potenzial verloren.

Vor dem Hintergrund, dass ein Drittel der Führungskräfte und  Fachkräfte als Wissensträger in den nächsten 5 - 10 Jahren in den Ruhestand gehen, ist es dringend geboten, die Thüringer Jugendlichen im Lande zu halten und um junge Menschen außerhalb Thüringens zu werben. Dabei werden zunehmend Jugendliche und junge Erwachsenen eingebunden, die (als Schul- oder Ausbildungsabbrecher) zuvor keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatten. Auch die Qualifizierung von älteren Menschen und Wiedereinsteigerinnen in die bestehenden Arbeitsplatzangebote der Region, deren Qualifizierung und Anpassung, werden in den nächsten Jahren eine bedeutende Rolle spielen.

Allerdings sind einzelne Unternehmer nur bedingt in der Lage größere Veränderungen im Spektrum der o.g. Themen zu bewirken. Sei es aus zeitlichen, finanziellen, personellen oder organisatorischen Gründen. Daher ist das Projekt „ThUiD - Thüringer Unternehmen im Dialog“ eine Möglichkeit, die Rahmenbedingungen gemeinsam zu verbessern.