Orden und Ehrungen des Freistaates Thüringen

Der Freistaat Thüringen würdigt herausragende Leistungen von Personen in den verschiedensten Bereichen in Form von Orden und Ehrungen. Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit zeichnet beispielsweise jedes Jahr 12 Personen mit der Thüringer Rose aus.
Informieren Sie sich auch auf der Homepage der Thüringer Staatskanzlei zum Thüringer Verdienstorden, zum Ehrenbrief des Freistaates Thüringen und zu weiteren Ehrungsmöglichkeiten. Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Kulturnadel des Freistaates Thüringen.


Orden, Ehrenzeichen und Abzeichen in Thüringen: Drucksache 5/5766, 18.02.2013, Thüringer Landtag, 5. Wahlperiode

Ministerpräsident Bodo Ramelow verleiht Thüringer Verdienstorden

Am 3. Juni 2019 verleihte der Ministerpräsident Bodo Ramelow den Thüringer Verdienstorden an Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, Ulrich Töpfer und Dr. Thomas Wurzel. Die drei Auszuzeichnenden werden für ihre herausragenden Verdienste um den Freistaat und seine Menschen geehrt und gehören damit zu dem kleinen Kreis der 152 Menschen, die die höchste Auszeichnung des Freistaats bisher verliehen bekommen haben.

Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus aus Burglengenfeld gehört zum Kreis derer, die das denkmalpflegerische, kulturelle und touristische Potential Thüringens in den letzten 25 Jahren entscheidend mitgestaltet und mitgeprägt haben.

Ulrich Töpfer aus Meiningen ist ein Motor für Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit in Thüringen. Es gibt wenige Menschen in Thüringen, die sich so stark politisch, kirchlich, sozial und zivilgesellschaftlich einbringen.

Dr. Thomas Wurzel aus Bad Honnef erhält den Verdienstorden des Freistaats Thüringen für seinen außergewöhnlichen Einsatz für die Kulturarbeit und Landesgeschichte in Thüringen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow überreicht Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Am 28. Mai 2019 wurden Hans-Jörg Dannenberg, Joachim Heise, Petra Hohn und Petra Rottschalk mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Ministerpräsident Bodo Ramelow die Ehrung in der Thüringer Staatskanzlei vorgenommen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow betont vor der Ordensverleihung: „Ehrenamtlich Engagierte legen häufig die Hände an die Themen, die gerade dringend ‚dran‘ sind und auf die der Staat stärker achten sollte. Menschen wie Hans-Jörg Dannenberg, Joachim Heise, Petra Hohn und Petra Rottschalk beweisen mit Ideen und Durchhaltevermögen, dass Vieles möglich ist. Denn sie bieten oft kreative Lösungen und verbessern das gesellschaftliche Zusammenleben spürbar. Sie handeln zum Wohle unseres Landes und machen damit Thüringen zu einem Land, in dem man gut und gerne lebt. Die vier Auszuzeichnenden gehören zu den Menschen in Thüringen, die persönliche Interessen zurückstellen und sich überdurchschnittlich für das Gemeinwohl einsetzen. Die Politik ist gut beraten, vorbildliche Initiativen der Zivilgesellschaft und Menschen wie sie zu unterstützen und öffentlich zu würdigen. Deswegen ist es mir stets eine große Ehre, die Bundesverdienstorden zu überreichen.“

Hans-Jörg Dannenberg aus Gera gilt als dynamische Fach- und Führungspersönlichkeit mit Unternehmergeist. Durch seine wirtschaftliche Sachkompetenz, sein weitreichendes Können und sein strategisches Denken und Handeln hat er sich großen Respekt und Anerkennung erworben. Sein großes Wissen, seine Erfahrung und Vernetzung nutzt er, um vielen gemeinnützigen Vereinen zu helfen. Er hat den Ruf, eine sehr gut informierte Schnittstelle zu sein, die es immer dann zu kontaktieren gilt, wenn gemeinnützige Vereine Sorgen und Nöte haben.

Joachim Heise aus Nordhausen wird mit dem Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet für seinen unermüdlichen Einsatz, das Unrecht in der ehemaligen DDR aufzuzeigen und darüber aufzuklären.

Durch ihr beeindruckendes Wirken trägt Petra Hohn aus Meuselwitz maßgeblich dazu bei, die Situation von trauernden Familien zu verbessern und Trost zu spenden. Sie ist nicht nur eine große Hilfe für viele betroffene Eltern – sie will Vorbild sein und zeigen, dass man nach einem so schlimmen Schicksalsschlag wie dem Verlust eines Kindes zurück ins Leben kommen kann.

Petra Rottschalk aus Rudolstadt nimmt einen hohen Stellenwert in der Kulturszene der Stadt Rudolstadt ein und hat den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt kulturell, politisch und sozial geprägt.

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Thüringer

Am 5. Dezember 2014 zeichnete Bundespräsident Joachim Gauck die Unternehmerin Sybille Kaiser aus Bad Klosterlausnitz mit dem Verdienstkreuz am Bande aus. Das Handeln der Ostthüringer Unternehmerin, so hieß es zur Begründung, sei von sozialer Verantwortung geprägt. Sybille Kaiser setze sich nicht nur für die Ausbildung Jugendlicher im eigenen Betrieb ein, sondern gebe auch jungen Erwachsenen ohne anerkannten Berufsabschluss eine Chance.

Sybille Kaiser engagiert sich seit 2012 als Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera für die Ostthüringer Wirtschaft. Darüber hinaus ist sie seit 1999 ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende des Vereins Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Saale-Holzland-Kreis und setzt sich für deren gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ein. Außerdem engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Selbstverwaltung der gesetzlichen Rentenversicherung, etwa als Mitglied im Widerspruchsausschuss und als Vorstandsmitglied der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland.

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat am 9. Januar 2013 in Erfurt den Verdienstorden am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Wolfgang Wytrieckus aus Sondershausen (Kyffhäuserkreis) und Wolfgang Peik aus Benshausen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) verliehen. Ute Köhler aus Scheibe-Alsbach (Landkreis Sonneberg) hat die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Sozialministerin Heike Taubert sagte vorab: „Wolfgang Wytrieckus, Wolfgang Peik und Ute Köhler haben sich weit über das normale Maß hinausgehend bürgerschaftlich engagiert. Ihr beispielhafter Einsatz für das Gemeinwesen im Freistaat soll mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland öffentlich gewürdigt und anerkannt werden. Sie haben unsere Gesellschaft bereichert und deren Zusammenhalt gestärkt. Wie sie engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger unermüdlich und unentgeltlich. Das macht unser Land liebens- und lebenswert.“

Köhler aus Scheibe-Alsbach wurde aufgrund ihres großen Engagements zum Wohl des Gemeinwesens die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In ihrer Laudatio wies die Ministerin darauf hin, dass die 58-jährige Ute Köhler aus persönlicher Betroffenheit für ein Anliegen gekämpft habe, das weit über ihre persönlichen Belange hinausgeht: „Ihr Einsatz für Arzneimittel mit dem Cannabiswirkstoff Dronabinol, die in der Schmerztherapie bei Krebspatienten eingesetzt werden können, hat die gesellschaftliche Diskussion und die demokratische Kultur befördert.[...] Ihr beispielhafter Einsatz für das Gemeinwesen soll mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland öffentlich gewürdigt und anerkannt werden.“
Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.  

Preisverleihung Thüringer Rose

Unter dem Link http://www.thueringen.de/th7/tmsfg/ehrungen/thueringer_rose/auszeichnungen/2014/ können Sie sich über die neuen Preisträger der Thüringer Rose informieren. Auf der Wartburg wurden am 19. November 2014 zwölf Bürgerinnen und Bürger geehrt, die sich im Ehrenamt um das Gemeinwohl verdient machen.

Auch am 19. November 2013 wurden zwölf Thüringer mit der Thüringer Rose für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Hier finden Sie mehr Informationen.

Thüringer Verdienstorden für Dr. Martin Kaspari (Vorstandsmitglied der Thüringer Ehrenamtsstiftung bis 2012)

Der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Thüringer Ehrenamtsstiftung, Dr. Martin Kaspari, wurde am 13. März 2012 von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht mit dem Thüringer Verdienstorden ausgezeichnet.

Der frühere Landrat des Landkreises Eisenach bzw. des späteren Wartburgkreises wurde für seine langjährige Arbeit als Kommunalpolitiker, für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten und für sein Lebenswerk geehrt. Die Ministerin betonte in Ihrer Laudatio die Vorbildwirkung Dr. Kasparis: "in einer Zeit, in der die Menschen von Krisen und Zäsuren umgeben sind, in der wir stets mit erneuten Konflikten und plötzlichen Ereignissen konfrontiert sind – In diesen Zeiten sind beständige Persönlichkeiten wie Sie so unbedingt erforderlich. Menschen, die Entscheidungen treffen. Menschen, die handeln."

Verdienstkreuz für Dr. Volker Düssel (amtierender Vorstandsvorsitzender der Thüringer Ehrenamtsstiftung)

Quelle: TSK / Scheidel_2011

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Thüringer Ehrenamtsstiftung, Dr. Volker Düssel, wurde am 18. Januar 2011 mit dem Verdienstkreuz am Bande, dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, ausgezeichnet.

Dr. Düssel erhielt diese hohe Auszeichnung für seinen „vorbildlichen Einsatz für seine Mitmenschen und für unsere Gesellschaft, für sein aktiv gelebtes, außerordentliches bürgerschaftliches und soziales Engagement, für seine großen Verdienste beim Aufbau der Verwaltung des Freistaates Thüringen, kurz für sein Lebenswerk“, so die Laudatio der Ministerpräsidentin, Christine Lieberknecht.

Verdienstordern der Bundesrepublik Deutschland ging an Marion Seeber (Kuratoriumsmitglied der Thüringer Ehrenamtsstiftung)

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), überreichte am 10. Februar 2011 in der Thüringer Staatskanzlei die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Marion Seeber aus Gleichamberg, Lothar Kroll aus Riethnordhausen und an Günther Sieber aus Zöllnitz.

Vor der Ordensverleihung sagte Ministerin Taubert: „Diese drei Thüringer haben sich weit über das normale Maß hinausgehend bürgerschaftlich engagiert. Ihr beispielhafter Einsatz für die Entwicklung des Thüringer Sports und somit auch für das soziale Miteinander im Freistaat erfährt mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland öffentliche Würdigung und Anerkennung.