Hubertus Triebel ist Thüringer des Monats Februar

03.03.2014 10:13

Der Erfinder und Cheforganisator des Arnstädter "Hochsprungs mit Musik" hat sich in der Welt des Sports einen Namen gemacht

MDR-Redakteurin Katrin Kurth (l.) und Brigitte Manke, Geschäftsführerin der Thüringer Ehrenamtsstiftung (r.), überreichten Hubertus Triebel die Auszeichnung. Foto: MDR

Als Ideengeber, Erfinder und Cheforganisator hat Hubertus Triebel den Arnstädter „Hochsprung mit Musik“ über Jahrzehnte hinweg zu einem Top-Event der internationalen Leichtathletik-Szene entwickelt. Acht Mal wurde die Veranstaltung vom Leichtathletik-Weltverband zum weltbesten Spezialmeeting gekürt. Sogar ein Weltrekord wurde aufgestellt und Arnstadt hat sich durch den „Hochsprung mit Musik“ in der Welt des Sports einen Namen gemacht.

 

Und ein Name steht ganz besonders für den „Hochsprung mit Musik“: 38 Mal in Folge hat der heute 77-jährige Hubertus Triebel in unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit die hochkarätige Veranstaltung auf die Beine gestellt. Neben der Organisation hat er Sponsoren gesucht und gefunden und sich persönlich um die Athleten gekümmert – er war so etwas wie die gute Seele des Hochsprungs mit Musik.

„Man lebt nicht, wenn man nicht für etwas lebt“, zitiert Hubertus Triebel sein Lebensmotto, einen Satz des Schweizer Schriftstellers Robert Walser.

Immer aktiv, immer ehrlich und hart arbeitend lebt der groß gewachsene und schlanke frühere Sportlehrer aus Arnstadt mit den stets unruhig umherwandernden Augen und dem schelmischen Blick für seine Familie und für die Leichtathletik. Langeweile gibt es dabei nicht. In Prag hatte er vor vielen Jahren das Vorgängermodell des Hochsprungs mit Musik entdeckt. Dort spielte ein Orchester, in den Pausen wurde gesprungen und der Schlagzeuger gab den Takt für den Anlauf vor. Diese Idee hat Hubertus Triebel in Arnstadt weiterentwickelt. Und Weltklasse-Athleten kamen gern zu diesem Wettkampf in Thüringen, vor allem wegen des familiären Flairs.

Mit der Veranstaltung am 8. Februar 2014 hat sich Hubertus Triebel als Organisator verabschiedet, aus Altersgründen und auch wegen der leidvollen Erfahrung, dass die Sponsorensuche in den vergangenen Jahren immer schwieriger wurde. Um den Leichtathletik-Nachwuchs in Arnstadt will sich der engagierte Ruheständler weiter kümmern – weil es seine Herzenssache ist und weil man nicht auf einen Schlag von „100 auf 0“ aufhören könne. Hubertus Triebel will auf etwas geringerem Niveau weitermachen - „bis ich dann mit 80 oder 85 Jahren die Beine hochlege“, sagt er.

Die Auszeichnung als „Thüringer des Monats“ hat ihn überrascht und er war sichtlich  überwältigt von der großen Gästezahl zu seinen Ehren. Da sind seine Augen nicht trocken geblieben, aber er sagt: „Man muss sich seiner Tränen nicht schämen.“