Eisenberg: Verbände und Vereine erhalten Fördermittel

18.09.2014 16:24

"Ostthüringer Zeitung" berichtet: Sechs Vereine und Verbände aus dem Saale-Holzland-Kreis bekamen Mittel von der Thüringer Ehrenamtsstiftung / Generationswechsel als Herausforderung

Eisenberg. Sechs Vereine und Verbände haben Fördermittel der Thüringer Ehrenamtsstiftung erhalten.

Landrat Andreas Heller (CDU) und der Erste Beigeordnete des Kreises, Dietmar Möller, übergaben dem DRK-Kreisverband 4500 Euro, der Kreissportjugend im Kreissportbund (KSB) 4000 Euro, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband 3500 Euro, dem Awo-Kreisverband 3000 Euro, dem Kreisseniorenbüro 2300 Euro und der Kreisjugendfeuerwehr 1200 Euro. Wie im Vorjahr wurden damit wieder 18.500 Euro ausgereicht.

Heller dankte für die ehrenamtliche Arbeit, die unzählige Mitglieder und Helfer in den Reihen der Verbände leisten und die mit den Fördermitteln gewürdigt werden soll. "Ich weiß, das ist nicht übermäßig viel Geld, aber ich bin mir sicher, dass Sie das Beste daraus machen", sagte er.

Gleichwohl sei es wichtig, das Engagement der vielen Frauen und Männer in Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen angemessen zu würdigen, hieß es vom Landratsamt. Dies werde umso wichtiger, als der demografische Wandel und der anstehende Generationswechsel auch Verbände vor große Herausforderungen stellten. Heller und Möller warnten zudem, größere Gebietsstrukturen könnten ehrenamtliches Engagement weiter gefährden.

"Viele Vereine werden in den nächsten Jahren neue Vor­stände brauchen, Menschen, die bereit sind, Verantwortung für mehrere Jahre zu übernehmen", so Petra Michels, die Kreisvorsitzende des Paritätischen, dem im Kreis 25 Mitgliedsvereine angehören. "Daneben sind Ehrenamtliche gefragt, die sich in einem bestimmten Zeitraum für ein konkretes Projekt enga­gieren. Der IT-Bereich ist ein weiterer Bereich, in dem zahl­reiche Vereine Unterstützung brauchen."

Der DRK-Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda hat derzeit 240 ehrenamtliche Helfer, vor allem in den Rotkreuzgemeinschaften, berichtete Vorstandsmitglied Monika Schauroth. Davon sind allein 40 Mädchen und Jungen im Jugendrotkreuz. Erfreulich seien auch "kleine" Erfolge wie die der acht ehrenamtlichen Helfer im Seniorenheim Stadtroda.

Kerstin Fritzsche berichtete, dass das Seniorenbüro in diesem Jahr 20 ehrenamtliche Seniorenbegleiter ausgebildet habe. "Alle haben die Ausbildung erfolgreich beendet und zum Kreis­seniorentag ihr Zertifikat überreicht bekommen. Der für 2015 geplante nächste Lehrgang ist schon ausgebucht." Ein weiteres Projekt sei die Eröffnung eines sozialen Kompetenzzentrums im Mehrgenerationenhaus in Stadtroda. Der Danketag im Ehrenamt, bei dem jedes Jahr rund 35 ehrenamtlich Tätigen in sehr persönlicher Form gedankt wird, finde am 14. November in Eisenberg statt.

Jens Büchner, Geschäftsführer des Kreissportbundes, bedankte sich namens der Kreissportjugend für "die finanzielle Unterstützung, die es uns ermöglicht, die Ehrenamtlichen zu ehren und ihnen Danke zu sagen". Allein der Sport mit seinen 119 Vereinen im KSB vereine an die 2000 ehrenamtliche Helfer im Landkreis. Gerade auch die Jüngeren sollten spüren, dass ihr Engagement anerkannt werde, dass ihre Arbeit Wertschätzung erfahre.

Kreisjugendwart Stephan Sachse sagte: "Wir setzen das Fördergeld ein, um unsere Jugendwarte und Betreuer zu würdigen und sie zu motivieren, sich auch weiterhin ehrenamtlich zu engagieren." Damit werde die Nische zwischen der kommunalen Pflichtaufgabe Feuerwehr und der ausschließlich ehrenamtlichen Arbeit vor Ort geschlossen.

Die Ehrenamtsveranstaltung des Landrates findet am 20. November im Kaisersaal statt und würdigt in diesem Jahr das Engagement in Kirchgemeinden und gemeinnützigen Kirchbauvereinen.

17.09.14 / OTZ