Ohne Ehrenamt geht nichts mehr

26.04.2012 09:09

Artikel zum Thema Ehrenamt in der Stadtteilzeitung „Wolkenrasen“ vom 28. März 2012 (Ausgabe 01/12)

[Von Thomas Höfling]

Bürgermeisterin Sibylle Abel hat es auf den Punkt gebracht: „Ohne das Ehrenamt auch in unserer Wolke 14 ginge gar nichts.“
In der Tat lebt das Stadtteilzentrum neben dem Team um Reiner End nahezu ausschließlich von der Begeisterung der ehrenamtlichen Mitstreiter. Und das ist gut so. Denn aus Erfahrung weiß man ja: Wenn einem etwas wirklich Spaß macht, ist man mit Engagement bei der Sache, ob man nun dafür ein paar Euro bekommt oder nicht, spielt da keine Rolle mehr.

Jeder dritte Deutsche über 14 Jahre packt schon ehrenamtlich mit an, das sind 23 Millionen Leute. Und Du? Bist Du etwa einer von jenen, die immer nur wissen, wie etwas nicht geht? Und stets aufm die Uhr schauen oder auf den Geldbeutel? Die Erfüllung unseres Daseins liegt doch vor allem auch im Miteinander, in der Hilfe und im Kreativen. Die Ehrenamtlichen engagieren sich zum Beispiel als Schöffen in den Gerichten, als Jungs und Mädels bei den Freiwilligen Feuerwehren, bei ASB oder THW. Auch der Sport käme ohne sie wohl zum Erliegen. Und ähnlich sähe es bei der Kultur aus.

Erst jüngst hat sich in unserer Wolke 14 eine Theatergruppe gegründet. Das sind junge und ältere Menschen mit dem Hang zur künstlerischen Darstellung, sie wollen auf die Bühne bzw. etwas auf die Bühne stellen.

Wir haben nun mal nur dieses eine Leben. Warum also sollten wir es uns nicht bunt, heiter und mit vielen Ideen gestalten. Das hat etwas mit alltäglicher Zufriedenheit zu tun - abseits vom beruflichen Stress, von Arbeitslosigkeit oder von Einsamkeit im Alter. All diese Gruppen an einen Tisch zu bringen - auch darin liegt der Sinn des Ehrenamtes.

Das Ehrenamt besitzt Charakter, da muss sich niemand schämen. Im Wolkenrasen geht da schon eine Menge Leute mit gutem Beispiel voran. Trotzdem würde man sich freuen, wenn das Gewusel dieser Mitstreiter im Wohngebiet noch ein wenig größer würde. Packt doch einfach mal mit an, wenn euch dies und das noch auf der Seele liegt. Mitmachen statt meckern ist angesagt. Wir können alles nur gemeinsam ansprechen und klären. Nur im Wirtshaus zu sitzen und zu jammern, das bringt keinen weiter. Wer zum Beispiel mit dem Computer noch so seine Probleme hat - auch dafür gibt es einen kompletten Kurs. Von den jungen Muttis und ihren Kleinen ganz zu schweigen: Krabbelgruppe „B“engelchen oder die „Kleinen Wichtel“ sind hier echte Vorbilder geworden. Vom Sport- und Kulturangebot mal ganz zu schweigen. Auch die Kirche besitzt ihre Räume und Rechte.

Die Wolke 14 ist in ihrer Komplexität und Ausstattung vielleicht sogar einmalig in ganz Deutschland. Dieses Haus sollte uns zur Ehre gereichen, um es auch weiterhin mit jeder Menge Leben zu erfüllen. Wir sehen uns.